
Unsere Felder sind für das laufende Wirtschaftsjahr verpachtet an die Kornkammer Haus Holte oHG und es werden dort Kartoffeln angebaut.
Informationen zum Unternehmen bekommt ihr hier.
Die Kornkammer Haus Holte oHG produziert , dass Du bestimmt schon mal in der Hand hattest. Achte doch mal beim Kauf von regionalem Gemüse drauf.
Produkte von der Kornkammer könnt ihr immer Freitags von 8.00 bis 17.30 Uhr beim Hofverkauf in Witten, Gederfeldweg 37 beziehen, oder über den Online-Shop der ab 50€ sogar Versandkostenfrei zu Euch nach Hause liefert. Folgt dazu diesem Link.
Steckbrief Kartoffeln
(Englisch: Potato, Französisch: Patate, Spanisch: Patata) :
Aussaat: April 2026
Nutzung: menschliche Ernährung und Tierfutter
Inhaltsstoffe: 78 % Wasser, 16 % Stärke, 2 % Eiweiß, 0,1 % Fett
Interessantes zur Kartoffel:
Die Ursprungsregion der Kartoffel liegt in den südamerikanischen Anden. Der älteste Fund ist datiert auf die Zeit zwischen 750 und 100 v. Chr.
Frühreife Kartoffelsorten brauchen nur 90 bis 110 Tage, späte Sorten bis zu 160 Tage. Die Kartoffel wächst auf beinahe allen Standorten, bevorzugt jedoch lockeren Untergrund ohne Staunässe.
Die Unkrautbekämpfung erfolgt mechanisch durch das wiederholte Anhäufeln der Dämme.
Die Kartoffel zählt botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist eine buschige Staude von 30 bis 50 cm Höhe. Die Blütenblätter, die je nach Art von Juni bis August sichtbar werden, sind weiß oder violett. Die eigentlichen Früchte sind kleine grüne, nicht genießbare Beeren, die oberirdisch an der Staude wachsen. Die nutzbaren Teile sind unterirdische Sprossknollen, die sich am Ende der unterirdischen Seitentriebe (Stolone) bilden.
Was passiert gerade auf dem Kartoffel-Feld:
Während des Herbst/Winters wuchs auf dem Kartoffel-Feld die Zwischenfrucht.
Zwischenfrüchte erweitern die Fruchtfolge und dienen etwa als Gründüngung oder Tierfutter und schützen nebenbei den Boden vor Erosion.
Anfang April folgte eine Düngung mit PPL (Potato Protein Liquid / Kartoffelfruchtwasser), ein flüssiger, zu 100 % organischer Mehrnährstoffdünger aus der Kartoffelstärkegewinnung. Da er rein pflanzlichen Ursprungs ist, eignet er sich hervorragend für den ökologischen Landbau und Biobetriebe.
Dann kommt der Pflug zum Einsatz. Der Pflug ist eines der wichtigsten Geräte in der Landwirtschaft. Es dient zum Aufbrechen, Wenden, Lockern, Krümeln und Mischen des Bodens.
Danach kommt die Pflanzmaschine, die die Erde nach dem Legen der Pflanzkartoffeln so über den Knollen anhäufelt, dass entlang der Pflanzfurche die für ein Kartoffelfeld typischen Dämme entstehen. Kartoffeln wachsen grundsätzlich auch ohne das Anhäufeln von Dämmen, doch die Dammkultur besitzt gegenüber dem Anbau in Flachbeeten verschiedene Vorteile, die letztendlich zu höheren Erträgen führen.
Ein ausschlaggebender Vorteil ist die schnellere Erwärmung der Erde im Frühjahr, wodurch der Landwirt schon frühzeitiger im Jahr mit dem Auspflanzen der Kartoffeln beginnen kann. Denn die schnellere Erwärmung aktiviert Kleinstlebewesen und Mikroorganismen im Boden und fördert dadurch Mineralisierungsprozesse im Boden, was eine bessere Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen nach sich zieht.
Ein weiterer Vorteil ist ein besserer Wasserhaushalt des Bodens. Der Boden trocknet durch die größere Oberfläche der Dämme schneller ab, was sich besonders auf lehmige Böden positiv auswirkt. Auf Standorten, die sonst zu Staunässe neigen, verhindert die Dammkultur somit, dass die Pflanzenwurzeln im Wasser stehen und faulen.
Auch der Gasaustausch (Sauerstoff, Kohlendioxid etc.) zwischen der Erde und der Luft in der Umgebung wird durch die größere Oberfläche der Dämme verbessert. Das kommt den Pflanzenwurzeln, aber auch den im Boden lebenden Mikroorganismen zugute.
Die Dämme erleichtern zudem die Ernte mit modernen Erntemaschinen. Da die Kartoffeln zusammen mit dem gesamten Erddamm von der vollautomatischen Rodemaschine aufgenommen werden, findet die Ernte der empfindlichen Kartoffeln behutsam statt. Sie schließt Beschädigungen der Knollen weitestgehend aus.


